Sommerkonzerte mit MAILÄNDER

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(C) Bastian Scholl

Es ist ja so: Ich habe immer gerne gegessen und getrunken und zeitweilig (wenn auch ganz sicher nicht gerade jetzt) hatte mein Interesse am Thema Kulinarik auch etwas Besessenes. Ist meine Art. Aber: Nie war das es mich Lebensmittelpunkt. Der war und ist, zumindest was mein Tun angeht, immer die Musik. Ich spiele Schlagzeug, seitdem ich denken kann und in den letzten 30 Jahren ist zumindest mal kein Monat vergangen, in dem ich nicht am Instrument saß. Gemacht habe ich in der Zeit viele verschiedene Sachen: Weltmusik, Pop, Rock, Blues, Orchester, Jazz, Ska, Party, Singer-Songwriter. Auch diese Vielfalt ist mir wichtig – und da sind wir doch wieder bei einer Parallele zur Küche.

Aber ich schweife ab. Seit gut fünf Jahren spiele ich zusammen mit meinem Freund MAILÄNDER und einer wunderbaren Band dessen Folk-Punk-rockige Songs. In den letzten zwei Jahren haben wir eher gebastelt und aufgenommen. Warum, ist ja klar. Und so freut es mich ganz besonders, dass jetzt ein paar sehr schöne Sommer-Festival-Gigs anstehen. Und natürlich freue ich mich ebenso, wenn einige Menschen, die hier immer mal mitlesen, vorbei schauen.

06.07. München, Tunix Open Air Festival

22.07. München, Backstage, Free & Easy Festival

23.07. Bieberehren, Durefestival

05.08. Bad Windsheim, Weinturm Festival

07.10. München, egoFM / Mnet Hofkonzerte

Heiß? Panzanella!

schmecken

Neben dem Salat aus Feta, Tomaten und Wassermelone, der hier zu den Rennern zählt, finde ich diesen klassischen toskanischen Brotsalat passend bei der aktuellen Megahitze. Oft wird der missverstanden und mit geröstetem Brot gemacht. Das Original besteht aber aus in Wasser eingereichtem Brot, das dadurch flockig wie Couscous wird. Also: Alles Weißbrot in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und ein bisschen zerzupfen. Dazu: Kirschtomaten, Gurke, rote Zwiebel, Basilikum. Bei mir extra: Ein bisschen Minze und Kapern. Und: Olivenöl, Rotweinessig, Salz, Pfeffer. Das war’s. Wie immer bei solchen puren Gerichten: Je besser die Zutaten, hier besonders das Brot und das Öl, umso besser das Ergebnis.

BFS. Big Fucking Steak, rückwärts gebraten.

schmecken

Vielleicht zweimal im Jahr leiste ich mit ein großes Steak in mega Qualität. Das ist un-öko und ein teurer Spaß. Doch wenn ich das hatte, bin ich satt und es reicht wieder mal für eine ganze Weile. Und wenn ich das mache, dann will ich Fleischgeschmack pur. Heisst: Durch und durch auf den Punkt gegart (für mich bei allem, außer Filet: ein ehrliches ‚medium‘), Salz, Pfeffer, Ende. Dazu, auch ganz klassisch: Ein paar geröstete Kartoffeln, blanchierer Spinat und reichlich Bearnaise. Und so ein großes Stück gelingt meiner Meinung nach am besten rückwärts gebraten.

Muito obrigado.

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Wer mich kennt, weiss, dass ich es mir mit dem Leben nicht gerade leicht mache. Glück, das ist für mich, vielleicht noch mehr als für die meisten, ein flüchtiges kleines Arschloch. Um es mal nett zu sagen. Und egal an welchem noch so tollen Ort man gerade ist, man hat sich selbst, leider, doch immer mit dabei. Und so geht auch eine gute Woche in meiner Sehnsuchts-Stadt Lissabon nicht ohne viele, viiiiele Stunden düsterer, meist sinnloser Grübeleien. Manchmal könnte ich darüber verzweifeln, die meiste Zeit akzeptiere ich, dass das so ist, versuche, diese dunklen Gedanken nicht die Oberhand gewinnen zu lassen, und mache mich trotzdem auf, um dem Tag eine Chance zu geben. Mich kostet das oft wirklich große Mühe. Ich mag locker und sozial wirken und ich bin es durch meinen Medien-Beruf auch komplett gewohnt, ständig mit neuen Menschen klar zu kommen und zu connecten. Aber es strengt mich trotzdem an.