Open Philly Cheese Steak 23 Uhr

Allgemein

Nachts vor dem offenen Kühlschrank, wenn keiner dabei ist und zuschaut, essen wir das, worauf wir WIRKLICH Bock haben. Vor allem unter den Nachwirkungen einer zehn (!) Stunden andauernden Videokonferenz, vor der man zu busy und nach der man zu aufgekratzt war, etwas zu essen. Vom Feinschmecker zum Grobschmecker. Und, ach, ist sowas dann geil: Stück Ciabatta aufschneiden und in der Pfanne anrösten. Rindersteak salzen und zusammen mit einer grob geschnittenen Zwiebel medium rare braten. Fleisch kräftig pfeffern aus der Pfanne, Zwiebeln mit einem Schuss Wein oder Bier ablöschen – halt mit dem, was man gerade trinkt. Fleisch in dicke Streifen schneiden, auf das Brot geben, Zwiebeln drauf und im Ofen mit maximaler Oberhitze fünf Minuten dick mit Scheibletten (richtiger Käse keine Option!) überbacken. Ketchup drauf. Reinbeißen. Rumkleckern.

Kind of Japan

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Ich denke mir ja selten Gerichte komplett aus. Zu weit ist das Feld der Klassiker aus aller Welt, die ich mir noch nicht er-kocht habe. Umso erstaunter war ich gestern über dieses Gericht, das mir wirklich in Echtzeit während des Kochens einfach so eingefallen ist. Vorher wusste ich nur: Ich hab diesen Bomben-Kabeljau und will den irgendwie Japan-Style machen. Der Rest war Stück für Stück Impro mit dem, was mich so an Vorräten ansprang. Also, mein kleiner, eigener Klassiker im Japan-Spirit: Skrei mit süß-salziger Glasur (Mirin & helle Sojasoße), Sushi-Reis, Stengel-Brokkoli und Rettich.

Bärlauch-Spätzle mit altem Bergkäse

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Nach meiner Beobachtung ist es ein Foodie-Tick, Bärlauch zu hassen. Ob es daran liegt, das er irgendwann plötzlich überall war, oder an seinem metallischen Nachgeschmack und seiner begrenzten Verträglichkeit? Ich gestehe, dass ich im Grunde auch zur Bärlauch-Hass-Fraktion gehöre. Ich finde aber auch, dass man generell mehr vom Leben hat, wenn man seine Vorurteile nicht all zu stark kultiviert. Außerdem bin ich Ostdeutscher, Bärlauch ist gratis und auf sowas fahren wir einfach ab, da kann man nix machen. Die Bärlauchspätzle waren richtig gut. Dadurch, dass der Bärlauch kurz gekocht wird, verliert er das Penetrante. Und nur mit ein bisschen Butter und einen, zugegeben luxuriösen, alten Bergkäse, ist das ein einfaches, aber irgendwie auch perfektes kleines Frühlingsgericht.

Lammkeule „Daddy-Style“

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Mein Vater und ich haben schon Lammkeulen gemacht, als Lammfleisch für die meisten Leute in Deutschland noch etwas total Exotisches war. Ich hab sie schon damals, vor vielleicht 25 Jahren total geliebt. Und für morgen mach ich mein Osterlamm wieder einmal so, wie ich es von Papa kenne und am meisten liebe: Nicht rosa und auf den Punkt, sondern mürbe geschmort und mit intensiver Soße. Für alle, die an Ostern noch Lust auf Lammbraten haben, gibt’s das Rezept schon heute.