Bärlauch-Spätzle mit altem Bergkäse

schmecken

Nach meiner Beobachtung ist es ein Foodie-Tick, Bärlauch zu hassen. Ob es daran liegt, das er irgendwann plötzlich überall war, oder an seinem metallischen Nachgeschmack und seiner begrenzten Verträglichkeit? Ich gestehe, dass ich im Grunde auch zur Bärlauch-Hass-Fraktion gehöre. Ich finde aber auch, dass man generell mehr vom Leben hat, wenn man seine Vorurteile nicht all zu stark kultiviert. Außerdem bin ich Ostdeutscher, Bärlauch ist gratis und auf sowas fahren wir einfach ab, da kann man nix machen. Die Bärlauchspätzle waren richtig gut. Dadurch, dass der Bärlauch kurz gekocht wird, verliert er das Penetrante. Und nur mit ein bisschen Butter und einen, zugegeben luxuriösen, alten Bergkäse, ist das ein einfaches, aber irgendwie auch perfektes kleines Frühlingsgericht.

Es tut mir leid aber ich messe bei Spätzleteig nichts ab. Jedenfalls, zunächst Bärlauch zusammen mit etwas Wasser mithilfe eines Pürierstabs sehr fein zerkleinern. Zusammen mit ein paar Eiern und Mehl mischen, bissl Salz und Muskat dazu, und so lange mit dem Mixer oder einem Holzlöffel schlagen, dass ein etwa Honig-artig zäher Teig wird.

Teig portionsweise in siedendes Salzwasser pressen oder schaben, kurz nachdem sie an die Oberfläche steigen mit der Schaumkelle aus dem Wasser holen und mit kaltem Wasser in einem Sieb kurz abschrecken.

Vor dem Servieren in reichlich geschmolzener Butter schwenken und ein bisschen Pfeffer dazu. Auf vorgewärmte Teller geben und reichlich Bergkäse oder Parmesan darüber hobeln.

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