Schweinsbraten for one und der (verbotene) Krusten-Trick

schmecken

Gestern war, bedingt durch den heutigen Feiertag, in den Läden der Teufel los. Mein Metzger um die Ecke hatte am Abend genau noch ein einziges Stück Fleisch. Schweineschulter, vielleicht 800 Gramm, wahrscheinlich irgendein Abschnitt. Gut sah es trotzdem aus, ich bin eh der einzige Fleischi im Haus und außerdem kann man mit so ein bisschen auch mal was ausprobieren. Und drei Erkenntnisse tät ich gern mit Euch teilen: Schweinsbraten muss nicht immer für fünf Personen, es muss nicht immer die braune Bier-Kümmel-Soße sein. Und: Ich hab wirklich den einen Trick für Euch, mit dem die Kruste garantiert immer klappt, auch wenn ich für den wahrscheinlich aus Bayern ausgewiesen werde.

Rezept für zwei Personen:

Ein Stück Schweineschulter von ca. 800 Gramm eine Stunde vor dem Braten aus dem Ofen nehmen.

Mit einem scharfen Messer die oberste Hautschicht (nicht die ganze Schwarte) dünn wegschneiden. Die Fettschicht karoförmig einschneiden. Das ist der Trick, denn die wird oft zäh und das schöne Fett drunter kriegt man immer knusprig und zugleich zart.

Ofen auf 140 Grad Umluft vorheizen.

Fleisch kräftig salzen und mit ein bisschen Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne von allen Seiten außer der Fettseite anbraten. Herausnehmen.

Je eine Kaffeetasse klein gewürfelte Karotte, Zwiebel und Staudensellerie in die Pfanne, gut anbraten. Eine Tasse Tomatenpüree und zwei Tassen Brühe dazu. Und einen Rosmarinzweig, eine guten TL Fenchelsamen und drei angedrückte Knoblauchzehen. Fleisch mit der Fettseite nach oben zurück in die Pfanne und 2 bis 2 1/2 Stunden im Ofen garen.

Am Schluss Ofen auf volle Kanne Oberhitze hochstellen und Kruste bräunen. Pfanne auf den Herd, Fleisch raus. Und Soße mit einem Spritzer Essig und frischem Pfeffer würzen. Salz sollte passen.

Fleisch vor dem Anschneiden (gegen die Faser) unbedingt 10 Minuten ruhen lassen. Ich hatte dazu ein nicht zu sahniges Kartoffel-Lauch-Gratin. Ich denke, Kartoffeln oder ein schönes Gemüse, vielleicht geschmorter Fenchel, wären super. Im Italo-Menü mit Pasta als ersten Gang, reicht auch locker ein bisschen Weißbrot.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s