Reis Kochen

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Es klingt wie ein bescheuertes Understatement eines Food Snobs, aber: Erst seit vielleicht einem Vierteljahr kann ich wirklich guten Reis kochen. Nicht Risotto oder sowas, nein, einfach nackigen Reis ohne was, nach meinem Geschmack und der ist: Gut gegarte, aber noch mit minimalem Biss versehene Körner, die leicht zusammen kleben, nicht zu trocken, nicht zu nass, und mit allen Inhalts- und Geschmacksstoffen und gekocht ohne irgendwelche Hilfsmittel wie Reiskocher oder gar Kochbeutel.

Dolmas – gefülltes getrocknetes Gemüse

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In meinem liebsten türkischen Supermarkt „Verdi“ fiel mir zuletzt diese Mischung aus getrockneten Auberginen, Paprika und Zucchini auf. Also mit. Meine Überlegungen, direkt was total Kreatives damit zu machen wichen, wie immer, schnell dem Ansatz, erstmal die klassische Variante zu kochen. Zum Glück. Ich gebe hier keine traditionellen Rezepte wieder, die ich selbst zum ersten Mal gemacht habe. Welchen Sinn hätte das? Aber ich will doch dazu animieren, das mal zu probieren: Die Gemüse werden mit einer würzigen Reismasse gefüllt und langsam geschmort. Dazu gibt’s bei mir einen Gewürzjoghurt, kurz angeschmolzene Tomaten und ein paar, ebenfalls Gewürz-lastige, süß-sauer geschmorte Zwiebeln. Das Ergebnis ist toll. Ein wirklich herzhaftes, rundes Gemüsegericht. Sicher nicht zum letzten Mal.

Lachs Poke Bowl

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Leicht, erfrischend und satt macht es dennoch. Roher Lachs (Sushiqualität) mariniert mit Sojasoße, Zitronensaft, Sesamöl, Salz, Pfeffer, Olivenöl und Schalotten. Dazu Sesamspinat, Gelbe Beete, gegrillte Aubergine, Gurke, Radieschen, Avocado, Erdnüsse und Koriander. Und alles auf Sushireis. Geht aber auch super no-carb ohne Reis. Für die Liebste gibt’s eine vegane Tofu-Version.

Fragment: Ein Tipp

fühlen

Er rollt und schlingert mehr, als das er fährt. Sein Fahrrad knärzt und klappert, als er den staubigen Hang herunter eiert. Die Sonne brennt. In der Ferne ragen schmutzig braune Felswände in den Himmel. In der Senke vor ihm liegt eine graue, von der Hitze versengte Stadt. Er kennt weder den Weg zurück, noch weiß er genau, wo er ist. Er steigt ab, schiebt sein Rad durch verlassene, von Dreck speienden Betonhäusern gesäumte Straßen. Es ist Sonntag, alles ist dicht, die Stadt stöhnt in der Mittagshitze. Vor einem Fenster eines Flachbaus stehen ein paar Männer an. Beim Näherkommen erkennt er, dass eine dicke Frau auf einem Gill Hamburger brät. Er hat Angst und schwitzt. Aber er hat auch den ganzen Tag lang noch nichts gegessen. Also stellt er sich in die Schlange. Immer wieder schieben sich neu dazu gekommene Typen feindselig und demonstrativ vor ihn. Irgendwann wird es ihm zu bunt. Er sagt „hey!“. In dem Moment, in dem der Laut des halbstarken Protests seinem Mund entfährt, wünscht er sich schon, er möge wieder dorthin zurück kriechen. Runterschlucken, drin behalten. Doch zu spät. Ein kleiner dünner Mann in Jeans, T Shirt und einem weißen Jackett zischt ihn an: „So so, neu hier und gleich vordrängeln, ja?“ Er: „Ich, wollte, doch, also, Entschuldigung. Können sie mir vielleicht irgendeinen Tipp geben, wie man hier besser zurecht kommt?“. Der Typ verzieht keine Mine. „Du willst einen Tipp? Ich geb dir einen Tipp.“ Blitzschnell zückt er ein dünnes, langes Messer und zieht es ihm über den Handrücken. Blut schießt aus dem Schnitt. Er sieht zu, das er Land gewinnt.