Reis Kochen

schmecken

Es klingt wie ein bescheuertes Understatement eines Food Snobs, aber: Erst seit vielleicht einem Vierteljahr kann ich wirklich guten Reis kochen. Nicht Risotto oder sowas, nein, einfach nackigen Reis ohne was, nach meinem Geschmack und der ist: Gut gegarte, aber noch mit minimalem Biss versehene Körner, die leicht zusammen kleben, nicht zu trocken, nicht zu nass, und mit allen Inhalts- und Geschmacksstoffen und gekocht ohne irgendwelche Hilfsmittel wie Reiskocher oder gar Kochbeutel.

Zuerst die Frage, ob man Reis waschen soll: Ich meine, im Zweifel ja. Rundkornreis für Sushi oder Bowls auf jeden Fall, denn das entfernt, neben möglichen Verunreinigungen, auch die überschüssige Stärke. Das dann auch gründlich, also in einer Schüssel mit kaltem Wasser, das so oft gewechselt werden sollte, bis es halbwegs klar bleibt. Langkornreis für Beilagen: Mal dran riechen. Riecht er muffig, einmal durchwaschen. Sonst kann man es aus nach meiner Erfahrung auch lassen. Nach dem Waschen Reis in einem feinen Sieb abtropfen.

Der Topf: Wichtig ist eigentlich nur die Größe. Zusammen mit Reis und Wasser sollte vor dem Kochen so 1/3 voll sein. Nicht viel mehr oder weniger. Ach ja, einen Deckel, der gut passt, sollte auch da sein.

Wasser: Für Langkornreis auf 1 Tasse Reis 1 1/2 Tassen kaltes Wasser. Für Rundkornreis 2 Tassen.

Salz: Ich finde, für Langkornreis als Beilage ein bisschen. Nicht zu viel, der Reis soll nicht salzig schmecken. Für Sushireis, den man später eh mariniert, muss es nicht. Ganz ungesalzener Reis kann, je nach Sorte, auch gut sein. Ausprobieren.

Kochen: Reis und Wasser in den kalten Topf geben. Mit Deckel auf den Herd stellen und auf höchster Hitze zum Kochen bringen. Einmal umrühren, Deckel wieder drauf. Dann auf niedrige Hitze (3 von 9) herunterschalten und 5 Minuten köcheln lassen. Dann ausschalten und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Dabei dir ganze Zeit den Deckel drauflassen, nicht nachschauen, nix. Ist die Zeit rum, probieren. Ich der Reis fertig, fein. Hat er noch ein bisschen zu viel Biss, Deckel wieder drauf und ein bisschen ziehen lassen. Ist er ein bisschen zu nass: Umrühren und ohne Deckel ein bisschen ausdampfen lassen. Ist er zu trocken: Pech, dann war’s zu wenig Wasser.

Das ist das Prinzip. Ich habe versucht, die Zeiten gut abzuschätzen. Ich mache das, wie fast alles, nach Gefühl, denn das ist, wie ich koche. Und jeder Reis ist ein bisschen anders. Aber als Richtwert passen sie sicher. Es lohnt sich, das zu probieren, denn der Reis schmeckt so einfach wunderbar, die Konsistenz ist für mich perfekt und er behält alle seine Inhaltsstoffe, weil man kein Kochwasser abgießt.

Ein Gedanke zu “Reis Kochen

  1. OK, es gibt sehr viele unterschiedliche, sinnvolle Methoden Reis zu kochen. Es bedarf schon einiger Erfahrung. Andererseits ist es von elemantarer Bedeutung, welche Art von Reis ich kochen möchte.
    Manchmal benötige ich einwenig Öl, manchmal einwenig mehr oder weniger Wasser, Gewürze, Salz ect.
    Meine Empfehlung: ein vernünftiger Reiskocher kann hier eine echte Hilfe sein!
    Tauscht Euch mit Menschen aus, die aus Teilen der Welt kommen, wo Reis das Hauptnahrungsmittel ist und ihr werdet sehen, kaum einer will auf seinen Reiskocher verzichten.
    Natürlich kann man guten Reis auch in einem Topf kochen und insoweit vielen Dank für Deinen wertvollen Beitrag. LG Meggie

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