Radiccio Tardivo mit Risotto und Gorgonzola

Allgemein

Von meinem Venedig / Norditalien Trip habe ich unter anderem auch ein wirklich kostbares, hierzulande immer noch ziemlich unbekanntes Wintergemüse mitgebracht: Radiccio Tardivo. Den könnte man, so meine ich, auch als den Spargel Norditaliens bezeichnen: Es gibt ihn nur ein paar Monate lang, der Anbau ist ziemlich aufwendig, er ist recht teuer und geschmacklich ziemlich einzigartig: Leicht bitter, auch ein kleines bisschen süß, zart und knackig. In München habe ich ihnen schon ein paar wenige Male in sehr gut sortieren Gemüseläden und auf dem Viktualienmarkt gesehen. Ob er es überhaupt nach weiter südlich schafft, weiss ich nicht. Und so glaube ich, es hat wohl wenig Sinn, gezielt nach ihm zu suchen. Aber wenn man ihn mal findet, und etwas für zarte Bitteraromen und überhaupt charaktervolles Gemüse übrig hat, dann sollte man ihn unbedingt mal probieren. Man kann viel mit ihm machen. Ich finde, wie überhaupt bei Radiccio, roh ist er nicht besonders doll. Ich mag ihn am liebsten in der Pfanne geschmort: Halbieren, in Olivenöl von beiden Seiten gut anbraten, Salz, Zucker. Dann ein Schuss Brühe oder weißer Portwein, Deckel drauf und so lange schmoren, bis die Strünke weich sind. Deckel wieder auf, ein bisschen Butter, guten Balsamico und frischen Pfeffer drüber, noch einen Moment mitlaufen lassen und fertig. Dazu: Risotto, Polenta, ein bisschen gebratenen Ziegenkäse oder auch einfach ein bisschen geröstetes Brot.

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