Taco Tuesday

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Heute Taco Night mit einer lieben, amerikanischen Freundin und ihrer Familie. Vielleicht mutig, für Amerikaner ausgerechnet deren (inoffizielles) Nationalgericht zu kochen. Aber bei Tacos gibt’s wenig Regel, jeder, wie er will. Das Fleisch ist schonmal himmlisch: Rinderrippen, geschmort in Ananassaft mit Zwiebeln, Paprika, Chilli, Kreuzkümmel, Koriandersamen und Limettensaft. Fiel mir gestern Abend ein und funktioniert wunderbar. Für mich immer eine besondere Freude: Wenn ein zähes, preiswertes Stück Fleisch sich durch ein bisschen Zeit und ein paar Zutaten in einen absoluten Genuss verwandelt. Besser als jedes Steak!

Die perfekte Schweinsbraten-Kruste (+ Soße)

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Wenige Dinge sind mir in der Küche so oft misslungen, wie die Kruste vom Schweinsbraten. Wir wissen alle, wie sie sein soll: Knusprig, aber gut zu Beißen und schön gleichmäßig aufgepoppt. Und zum Fleisch braucht’s natürlich ohne viel Extra-Aufwand, eine tolle Soße – etwas, was viele Rezepte einfach auslassen. Also: Hier kommt meine (!) Variante, die das Ergebnis aus einigem an Netzrecherche und Gesprächen mit (bayrischen) Köchen ist. Ich glaube, das ist es und das bekommt auch jede(r) hin. Und damit es nicht fad wird, gibt’s hier gleich den Weg zu einer bayrischen und einer chinesisch inspirierten Variante.

Tacos mit geschwärztem Wels

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„Geschwärzter Wels“ klingt irgendwie nicht so gut wie „Blackened Catfish“, aber bevor aufgrund von Spachbarrieren noch Miezi dran glauben muss… Nee, in echt, gute, schnelle Nummer: Wels oder einen anderen festen, aromatischen Fisch großzügig mit Paprika, Kreuzkümmel, Chilli, Salz und einer Prise Zucker einreiben und kräftig braten. Rotkohl fein schneiden, Salz, Zucker, Limettensaft. Avocado mit Salz und Limettensaft pürieren. Alles auf warmen Maistortillas anrichten. Koriander, Limette, Schärfe (Tabasco, Taco Salsa, Chilliflakes) nach Laune. Bier auf. Mund auf. Reinbeißen, Rumkleckern.

Papa war auf dem Markt

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Tolles Fleisch braucht echt nicht viel Technik und auch kein besonderes Equipment… Eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, salzen in der heißen Pfanne den Fettrand ausbraten, das Steak im eigenen Fett kräftig anbraten, dann das Fett weggießen, frische Butter, bisschen gutes Öl und ein paar Aromaten in die Pfanne und bei mittelhoher Hitze unter Wenden und übergießen noch ein bisschen weiter braten. Pfeffern, in der Pfanne zehn Minuten ruhen lassen. Aufschneiden, bisschen frisches Öl, Salz und gut.

Himmlisch dazu: Salat von unglaublich aromatischen Tomaten vom Markt. Salz, Essig, Öl, bisschen Schalotte. Zum Umfallen gut.

Piemont: Ein bisschen echtes, italienisches Landleben

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Bei der Ankunft hakt es: Ein paar Tage vor der geplanten Reise ins Piemont hatte ich mir beim Schlagzeug Spielen die Schulter verrissen. Schmerzen, von denen ich vorher nicht wusste, dass sie existieren. Also mit Verspätung die 700 Kilometer praktisch einhändig gefahren. Bei der Ankunft auf dem Bauernhof nahe des kleinen Städchens Ovada im Süden des Piemont schlägt mir trotz der späten Stunde die feuchte Nachtluft mit 32 Grad ins Gesicht. Der Pool der (sonst wunderschönen) Unterkunft muss erst noch gebaut werden. Beim Essen todmüde, der Hund knurrt und zerrt unterm Tisch. Nachts unter Hitze, Schmerzen und Mücken gewälzt. Die ersten Ausflüge nach Reiseführer, eher mau. Es ist Mitte August, die meisten Städtchen sind ausgestorben, die Italiener selbst in den Ferien.

Heute, eine Woche später, werde ich jeden Tag ein bisschen wehmütiger, dass wir nur noch bis zum Wochenende hier sind.