Lass einfach kochen….

Allgemein

Ich habe länger nichts mehr geschrieben. Viel zu tun. Wunsch nach weniger Bildschirmzeit. Und vor allem: Eine ziemliche Besessenheit vom Musik Machen. Aber da ist noch etwas Anderes. Auch wenn ich nicht mehr jeden Tag koche, dann doch drei, vier Mal pro Woche. Und dabei merke ich, dass ich, zumindest im Moment, wenig Lust habe, irgendwie ausgefallene, originelle Gerichte zu kochen, über die zu schreiben sich wirklich lohnen würde. Man kann daran, wie die Welt gerade ist, schon auch verzweifeln. Ich schätze, das war eigentlich immer so, aber es ist gerade irgendwie näher an uns dran. Mich lässt das vor allem auch in mich hinein horchen, und fragen, was mir eigentlich wirklich wichtig ist. Und in Bezug auf das Thema Essen heißt das oft: Was möchte ich wirklich essen? Und das sind dann eben oft ganz schlichte, vertraute Dinge. Und, neben der Frage, was mir schmeckt, schwingt schon auch eine gewisse Demut mit. Gegenüber hochwertigem Fleisch, Fisch, exotischen oder teuren Zutaten. Ich glaube, man weiß diese Dinge mehr zu schätzen, wenn sie wieder etwas Besonders werden. Und rein geschmacklich sind Spaghetti mit Butter und Parmesan oder eine gute Kartoffel mit Quark und Schnittlauch kein bisschen schwächer, als ein Stück Thunfisch in Sushi Qualität.

Naja, ihr wisst, was ich meine. Ich merke gleichzeitig auch, dass die Liebe zu gutem Essen mit dem wachsenden Respekt vor seinem Wert eher steigt. So wie hier: Spaghetti Puttanesca. Passierte Tomaten, Kapern (statt Oliven, ich hatte noch schöne, kleine), Sardellen, ein bisschen Knoblauch und Basilikum, und am Schluss noch etwas gutes Olivenöl und frischen Parmesan. Geht immer. Vielleicht nicht so instagram-able aber tut einfach gut. Zum aktuellen Down-Sizing passt irgendwie auch, dass mir auf einer Reise vor zwei Wochen mein 1000 Euro Samsung Galaxy S21 Ultra geklaut wurde. Jetzt gibt’s wieder Xiaomi Fotos, tendenziell im Licht der Dunstabzugshaube. Naja, vorerst. Auch von Essens-Fotos, die so aussehen wie bei NIEMANDEM zu Hause, habe ich tendenziell genug.

Eine Sache ist aber auf jeden Fall in der Pipeline: Ich muss selbstkritisch sagen, dass ich mein kleines Buch „Wie die Auster ins Stüberl kam“ wirklich unter ziemlichem Zeitdruck fertig gestellt habe. Mit dem Ergebnis, dass ein vernünftiges Lektorat leider nicht mehr drin war. Deshalb habe ich das Buch vor ein paar Monaten aus der Veröffentlichung genommen und sitze an einer zweiten, runderen und auch etwas erweiterten Ausgabe. Und ich denke, in ein paar Wochen habe ich es geschafft, kann da endlich mit gutem Gewissen einen Haken dahinter machen und dann ist das Büchlein auch wieder erhältlich.

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