Lohikeitto 2.0 – Finnische Lachssuppe, ein bisschen aufgebrezelt

schmecken

Meine finnische Frau wünscht sich immer wieder dieses Nationalgericht aus ihrer Heimat. Ich finde das Original ganz gut, habe es auch ein paarmal gemacht. Aber so richtig umhauen tut es mich nicht. Gründe: Die Brühe besteht in der Basis nur aus Wasser und Milch und das ist eine etwas dünne Angelegenheit. Und der Lachs wird im Original eine ganze Weile mitgekocht und das finde ich bei einem Fisch, der nun wirklich glasig oder roh am besten schmeckt immer ein bisschen schade. Hier also mein Anlauf, den Charakter des Gerichts zu bewahren, aber etwas an den genannten Sachen zu ändern. Ich muss sagen: Das ist mir diesmal wirklich gut gelungen. Außer dem Miso fast nur Originalzutaten, lediglich anders gekocht. Und das ganze Gericht ist locker in 15-20 Minuten zu machen.

Rezept für zwei bis drei Personen:

Ich versuche mal, halbwegs präzise zu sein. Aber wichtig ist schon das Abschmecken. Das Ganze soll rund schmecken, aber nicht so kräftig, dass man die einzelnen Bestandteile nicht mehr für sich schmeckt. Und der volle Geschmack ergibt sich eigentlich wirklich echt erst auf dem Teller, denn die Hauptzutat, der Lachs, wird bei mir gar nicht mitgekocht.

Jedenfalls: Zwei, drei Kartoffeln und zwei Karotten schälen und in Stücke schneiden. Karotten mit reichlich Butter, bisschen Salz und Zucker in einen Topf geben und anschwitzen. Kartoffeln dazu, 500 ml Wasser, 2 EL Misopaste und je ein knapper TL Salz und Zucker. Köcheln lassen bis die Gemüse weich sind.

Guten, frischen Bio Lachs (der vom Lidl oder Aldi ist echt voll ok) einmal gut waschen, trocknen, Haut und alles bräunliche Fett weg. Und in Streifen schneiden. Eine halbe Gurke schälen, halbieren, Kerne raus, in halb-Ringe schneiden.

Zur Suppe 100 ml Sahne, den Abrieb und ein bisschen Saft einer halben Zitrone geben. Dann die Gurke und reichlich frischen Dill. Rund abschmecken: Pfeffer, Salz, Zucker, Zitrone.

Suppe schön heiß in gut vorgewärmte Schüsseln geben, den Lachs obendrauf. Und ein bisschen gutes Olivenöl und frischen Dill.

Beim Essen reicht es, den Lachs 20 Sekunden in der heißen Suppe zu versenken. So wird er halb gar und bleibt wunderbar saftig.

Ein Gedanke zu “Lohikeitto 2.0 – Finnische Lachssuppe, ein bisschen aufgebrezelt

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