Fleischlose Linsensuppe mit getrockneten Tomaten, Frühlingslauch und Ziegenkäse

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Endlich kalt! Das heisst, endlich Zeit für Braten, Ragouts und Eintöpfe. Linseneintöpfe habe ich mit am liebsten. Und die Variante hier ist mir irgendwie beim Machen eingefallen und war unglaublich rund. Ohne Speck und Fleischbrühe muss man ein bisschen tunen, damit so ein Eintopf tief und rund schmeckt. Die Komponenten hier, neben der klassischen Balance aus Süße und Säure, die für mich wirklich jedes Linsengericht braucht: Getrocknete Tomaten, in Butter geschwenkter Frühlingslauch, Zitronenschale, Ras el Hanout und, am Schluss, ein bisschen guter Ziegenkäse. Wer es vegan mag, lässt den weg, ist immer noch richtig gut.

Sashimi vom Wolfsbarsch

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Wolfsbarsch hat Lachs und Thunfisch in Sachen Sashimi und Carpaccio echt überholt. Obwohl er auch gegart großartig schmeckt, ist er mir roh mittlerweile fast lieber. Außerdem: Preiswert, aus der Zucht recht Öko, relativ einfach zu kriegen, zarte Struktur mit leichtem Biss und geschmacklich mild, aber keinesfalls langweilig. Ein idealer Einsteigerfisch zum roh Essen. Und auch zum Fitelieren üben. Und die Karkassen sind ideal zum Fischond Kochen.

Music is back, motherfuckers!

fühlen

Ich weiss nicht mehr, wann ich das letzte Mal derartige Freude empfunden habe, wie bei dem Konzert von Chilly Gonzales im rappelvollen (!) Prinzregententheater München gestern Abend. Was für ein Typ, was für eine Dramaturgie, was für ein Witz, Charme, Charakter, Geist! Es beginnt ganz leise, zum Ende hin explodiert die Musik. Alle flippen aus. Nach dem Konzert kurzer Schnack Backstage. Der große, wilde Kerl strahlt, leuchtet vor Energie und Adrenalin, schweißgebadet und glücklich. Und nicht nur Gonzo ruft es an diesem Abend euphorisch von der Bühne, sondern auch ich begreife und fühle: MUSIC IS BACK, MOTHERFUCKERS!!!

Saltinbocca alla romana – weil’s einfach gut ist

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Saltinbocca gehören zu den ersten Gerichten, die ich, vielleicht mit sechzehn Jahren, gut kochen konnte. Damals war diese Art der italienischen Küche schwer in Mode. Es ist Ewigkeiten her, dass ich mal welche gegessen und gemacht habe. Ständig entdecke ich etwas Neues, das ich ausprobieren will; Weniger bekannte, italienische Klassiker, chinesisch, japanisch, vietnamesisch, nordafrikanisch, modern, kreativ, vegetarisch… Neulich hatte ich wenig Zeit und wollte für meinen Besuch was schnelles, vertrautes machen. Und ich bin so froh, endlich mal wieder Saltinbocca alla romana gemacht zu haben. Weil das ein absolut himmlisches, zeitloses Gericht ist, und einfach umwerfend in seiner Einfachheit, mit nur drei Zutaten (Kalbfleisch, Parmaschinken, Salbeiblatt) in vollkommener Harmonie, Und, weil wir schon klassisch sind: Kleine Rosmarinkartoffeln und ein blitzschneller Spinatsalat. Nachmachen kann das absolut Jede*r.