Bombe: Gegrillter Mais mit knuspriger Knoblauch-Schmelze

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Ich liebe gegrillten Mais. Neulich zu meinen Thunfisch Tacos schon mega. Doch die spontane Idee hier, zusammen mit fein geriebenem, in Butter langsam zu knusprigen Bröseln gebratenem jungem Knoblauch, ist einfach der Wahnsinn: Vorgegarte Maiskolben mit etwas neutralem Öl einreiben, Paprikapulver, ein bisschen Currypulver und Salz dazu. Und in einer Grillpfanne oder auf dem Grill schön langsam bräunen. Parallel in einem Töpfchen ein Stück Butter und ein bisschen Öl erhitzen, reichlich frischen, sehr fein geriebenen jungen Knoblauch dazu und langsam hellbraun rausbraten. Mais vom Kolben schneiden und ein bisschen von der Knoblauch-Schmelze über jedes Stück geben. Klingt einfach, aber ich bin ausgeflippt.

Zur Not schmeckt die Woschd auch ohne Brot

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Ich finde es grandios, dass wir uns heute die ganze Welt er-schmecken und er-kochen können. Aber ich meine auch, dass wir darüber nicht vergessen sollten, welch wunderbare Schweinereien die heimische Küche zu bieten hat. Oder: Du kriegst den Thüringer aus Thüringen, aber Thüringen nicht aus dem Thüringer. 😉 Und die Wurst, die ist einfach unser eigen Ding. Es ist zum einen die Würzung, die mich gute thüringer Wurst immer erschmecken lässt. Eine Vielfalt und Balance von Gewürzen, die mit jedem Curry mithalten kann. Und die Konsistenz, eine Mischung aus Lockerheit, Bindung und Saftigkeit, die eine gute Wurst ausmacht. Und gute Blutwurst ist einfach eine meiner liebsten Sachen auf der Welt. So wie die hier: Gewürz-stark, nicht zu salzig, ziemlich locker und saftig. Dazu braucht es gar nichts, höchstens einen Klecks nicht zu scharfen Senf.

Daddy Jack’s Smothered Pork Chops

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Einer meiner liebsten Youtube Köche ist Jack Chaplin mit seinem Kanal „Chaplins Classics“. Jack ist das totale Gegenteil der tätowierten, durchtrainierten, Küchen-Hipster und Gesundheits-Gurus, die sonst das Online-Küchen-Feld bestellen. Et kochte lange mit zerbeulten Blechpfannen auf dem fauchenden Gasherd seines Restaurants. Seit Corona kocht er von zu Hause. Und er macht, obwohl Profikoch, kaum etwas so, wie man es heute gewohnt ist: Immer zu heiß, zu braun, zu grob, zu fettig, zuviel Nehlschwitze, Butter, Sahne, Gewürz. Trotzdem glaube ich, dass seine Gerichte sehr gut schmecken. Und ich liebe es, diesem tief-sympatischen Bär von einem Mann zuzuschauen und zuzuhören.
Vor einigen Wochen ist Jack an den Folgen einer Herzerkrankung gestorben. Deshalb habe ich heute zum ersten Mal überhaupt etwas von ihm nachgehocht. Einen Südstaaten-Klassiker, Schweinekotletts mit ganz viel, ganz altmodischer Mehlsoße. Nicht Insta-tauglich, aber geschmeckt hat es wunderbar, zusammen mit Kartoffekstampf, in dem man schöne Soßen-Vulkane bauen kann. Das Rezept gibt’s von Jack selbst. R.I.P.

Thunfisch Taco

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Ich hab es ja schon oft gesagt, und sage es wieder: Wer seine kulinarischen Vorurteile all zu stark kultiviert, der bringt sich potenziell um die besten Sachen. Ich war jahrelang der festen Überzeugung, kein mexikanisches Essen zu mögen – für mich stets eine braune Hackfleischpampe mit Bohnen, Käse und diesen schrecklichen Nacho Chips (am besten noch, wie im Kino, mit Analogkäse überbacken). Im Lockdown dann irgendwann große Ratlosigkeit, was man noch kochen könnte, gepaart mit „Die Geschichte des Tacos“ auf Netflix. Und, oh Wunder: Da geht ja richtig was. Nun zum ersten Mal mit Fisch und ganz ohne Bohnen und Käse. So erfrischend und sexy, gerade im Sommer. Rezept schreiben lohnt nicht, einfach machen: Saure Sahne, Guacamole, Tomate, Gurke, rote Zwiebeln, Salat, kurz gebratener Thunfisch, gerösteter Mais, Mangowürfel. Alles auf den Tisch. Individuell zusammen basteln, reinbeißen, rumkleckern.

Gratin von Kartoffeln und grünen Bohnen

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Die letzten fünf Tage war ich in Berlin. Mindestens einmal am Tag gab es was Aufregendes, Neues zu Essen. Alleine dreimal beim unglaublichen The Duc Ngo, meinem absoluten Lieblings-Gastrom. Doch jetzt, wieder zu Hause, wollte ich was Heimeliges, mit vertrauten Aromen und Konsistenzen. Zusammen mit meinem Salat Heinser gab es heute diesen Auflauf, an dem ich mich fast ein bisschen überfressen hab. Richtig Instagram-able ist der nicht, aber ich will da in Zukunft noch weniger drauf geben. Was er ist: Richtig lecker.