2x Perigord-Trüffel

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Die letzten Wochen und Monate habe ich wirklich gearbeitet wie ein Irrer. Und hatte heute noch eine ganz besonders schwierige Sache zu durchleiden. Nachdem das geschafft war, hatte ich wirklich das Gefühl, mich endlich wieder einmal selbst belohnen zu müssen. Eigentlich wollte ich einen tollen Fisch oder ein richtig gutes Steak. Aber die Perigord-Trüffel zu ganz zivilem Preis haben mich dann doch mehr interessiert. Zwei kleine Gerichte und wir ich’s fand….

Tomatensuppe auf die ganz Schnelle

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Eine milde Zwiebel (und wer hat, ein bisschen Staudensellerie) fein würfeln und in einem Topf in reichlich Olivenöl zusammen mit einer Prise Zucker anschwitzen. Einen Liter Tomatensaft dazu, Salz, Pfeffer, Schuss Tabasco und zehn Minuten zugedeckt köcheln lassen. Dann, wenn man mag, 100 ml Sahne oder Creme Fraiche dazu und nochmal heiß werden lassen. Die Blätter eines ganzen Topfs Basilikum klein schneiden und in die Suppe geben. Umrühren, abschmecken, fertig.

Ramen mit veggie „Hack“

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Langsam wird’s echt mit den hausgemachten Veggie-Ramen. Hier wieder mit meiner schnellen Ramen Brühe und Veggie-Hack: Guten (!) Tofu zerbröseln, im reichlich Butter anbraten, Salz, bisschen Zucker, Zwiebel und Knoblauch dazu. Und dann dunkle Sojasoße, ein Klecks BBQ Soße (für ein bisschen Rauchgeschmack), Prise Currypulver, fein geschnittene Frühlingszwiebel. Nochmal Salz + Pfeffer checken.

Schnelle Veggie-Zwiebelsoße ohne Mogelei

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Eine große, gute, milde Zwiebel (Tropea, Roscoff, paar Schalotten) fein schneiden und in 2 EL Butter langsam weich und hellbraun braten, gegen Ende ein bisschen Kümmel dazu. Mit einem gestrichenen EL Mehl bestäuben, umrühren, kurz mitschwitzen. Mit 0.33 l Malzbier ablöschen, aufkochen. Salz, viel Pfeffer, bisschen dunkle Sojasoße und Balsamico (nicht übertreiben), ein, zwei Thymianzweige. 10 Minuten mit Deckel köcheln lassen.

Passt zu vielem: Kartoffelpüree, vielleicht mit ein bisschen Knollensellerie aus dem Ofen, guten Veggie-Würstchen, gebratenen Austernpilzen, Spätzle, Maultaschen. Und auch einfach zu Fleisch – Bratwurst, Steak, Frikadellen. Ist schließlich nicht verboten und was schmeckt, schmeckt.

Lohikeitto 2.0 – Finnische Lachssuppe, ein bisschen aufgebrezelt

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Meine finnische Frau wünscht sich immer wieder dieses Nationalgericht aus ihrer Heimat. Ich finde das Original ganz gut, habe es auch ein paarmal gemacht. Aber so richtig umhauen tut es mich nicht. Gründe: Die Brühe besteht in der Basis nur aus Wasser und Milch und das ist eine etwas dünne Angelegenheit. Und der Lachs wird im Original eine ganze Weile mitgekocht und das finde ich bei einem Fisch, der nun wirklich glasig oder roh am besten schmeckt immer ein bisschen schade. Hier also mein Anlauf, den Charakter des Gerichts zu bewahren, aber etwas an den genannten Sachen zu ändern. Ich muss sagen: Das ist mir diesmal wirklich gut gelungen. Außer dem Miso fast nur Originalzutaten, lediglich anders gekocht. Und das ganze Gericht ist locker in 15-20 Minuten zu machen.

Kaviar, Rindertartar, Rote Beete Sud

fühlen, schmecken

Vor diesem Teller saß ich heute mit ziemlicher Demut. Ganz sicher das Dekadenteste, was ich je gegessen habe. Ein gehäufter Esslöffel bester Kaviar, mild-aromatisches Rindertartar, rauchig-erdiger Rote Beete Sud. Ich wurde einigermaßen demütig. Und ich finde tatsächlich, es verbietet sich, wenn man sowas schon einmal probieren darf, sich Gedanken a la „tolles Brot mit guter Butter ist genau so gut“ zu machen. Natürlich ist es genau so gut. Aber etwas ganz Anderes. Nein, für mich ist bei so etwas wirklich Demut die vorherrschende Empfindung. Ein in seiner Einfachheit vollkommenes Gericht. Und fünf ordentliche Löffel von etwas, das man im Leben vermutlich nur einmal isst