Tagliatelle al Salmone – die 80er Pasta

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Gelegentlich bin ich ein richtiger Snob. Ich versuche, es nicht zu sein, aber manchmal isses einfach so. Und so hab ich dieses Gericht höchstens im Geheimen und unter nostalgischem Vorwand gekocht. Heute will ich mal zu Protokoll geben: Diese ausgesprochene 80er Pasta gehört, ganz un-ironisch, zu meinen zehn Lieblingsgerichten. Klar, ein bisschen Nostalgie schwingt auch mit. Aber es ist auch einfach gut. Und sogar die Italiener mögen es, auch wenn die das mehrheitlich wohl nicht zugeben würden.

Kürbissuppe nach Eckart Witzigmann

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Neulich sagte Johann Lafer in einem Interview zum neuen Buch, dass er zusammen mit Eckart Witzigmann geschrieben hat, dass dieser ihn zu sich nach Hause eingeladen habe, um über alles zu sprechen und bei der Gelegenheit auch was kochen würde. Eine Kürbissuppe. Lafer habe sich gedacht: „Mensch, da bin ich schon mal beim Witzigmann daheim zum Essen und dann kocht der ausgerechnet das langweiligste Gericht der Welt“. Die Suppe sei dann aber so gut gewesen, dass Lafer hinterher meinte, er würde jederzeit eigens nach München fahren um diese wieder bei Witzigmann zu essen. Das hat mich neugierig gemacht, denn mir geht es wie Lafer – ich finde, Kürbissuppe und überhaupt Kürbis, außer als Füllung in Ravioli, braucht wirklich kein Mensch. Aber ich habe mich eben auch gefragt, wie anders und wieviel besser so eine Suppe wohl schmecken kann, wenn einer wie Witzigmann sie macht. Also Buch gekauft und gestern nachgekocht. Die kurze Antwort: Um Welten besser. Und vermutlich war ich noch nicht mal nah dran. Und ich habe gelernt, was es heisst, sich mit ganzer Hingabe, ein paar Zutaten und der richtigen Technik einem so einfachen Produkt wie dem Kürbis zu widmen und einfach das Beste aus ihm heraus zu holen, ohne ihn irgendwie zu verfremden oder zu verfälschen.

Sehr un-langweiliger Tofu

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Einfach gut und kein Ersatz für irgendwas. 500 g in dicke Stücke geschnittenen Tofu ein paar Stunden marinieren mit: 5 EL heller & 2 EL dunkler Sojasoße, 2 fein geriebenen Knoblauchzehen, 1 fein geriebenen, daumengroßen Stück Ingwer, 1 EL Ketchup, 1 TL Sesamöl. Tofu aus der Marinade nehmen und in etwas Öl anbraten, nach und nach die Marinade dazugießen und einreduzieren lassen bis sie den Tofu gut ummantelt. Dazu? Salat, Reis, Gemüse, Nudeln oder als Füllung von Sommerrollen.

Schweinsbraten for one und der (verbotene) Krusten-Trick

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Gestern war, bedingt durch den heutigen Feiertag, in den Läden der Teufel los. Mein Metzger um die Ecke hatte am Abend genau noch ein einziges Stück Fleisch. Schweineschulter, vielleicht 800 Gramm, wahrscheinlich irgendein Abschnitt. Gut sah es trotzdem aus, ich bin eh der einzige Fleischi im Haus und außerdem kann man mit so ein bisschen auch mal was ausprobieren. Und drei Erkenntnisse tät ich gern mit Euch teilen: Schweinsbraten muss nicht immer für fünf Personen, es muss nicht immer die braune Bier-Kümmel-Soße sein. Und: Ich hab wirklich den einen Trick für Euch, mit dem die Kruste garantiert immer klappt, auch wenn ich für den wahrscheinlich aus Bayern ausgewiesen werde.

Fast Food

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Auch wenn mir nichts mehr zum Kochen einfällt und ich auch keine Lust drauf habe: Fertiggerichte gibt es nie (Ausnahme: Fischstäbchen mit Ketchup) und lauwarme Bringdienst-Gerichte in Plastikschachteln turnen mich auch ab. Deshalb gab es heute Fast Food: Süßkartoffel, Zwiebel, Maiskolben, Paprika, Kohlrabi, neue Kartoffeln und Karotte grob zerteilt. Mit ein bisschen Olivenöl, Salz, Rosmarin, Salbei und Knoblauch auf ein Blech. Die Vorbereitung schaffe ich in unter fünf Minuten und man kann natürlich unendlich variieren. Dann alles für 20-25 Minuten bei 200 Grad in den Ofen, die letzten fünf Minuten ein bisschen Ziegenkäse drüber schmelzen lassen und alles ist gut.